Im Rausch der Sinne
Reviews-Epik,
11.05.2008
"Sinnflut"
wird gerne als klassic/dark/wave beschrieben und diese Richtung ist
schon gut gewählt. Letztlich aber sind sie dennoch nicht recht zu
kategorisieren.
Die neue CD "Epik" ist wieder eine
solche, die man sich nicht mal eben zwischendurch auf die Ohren haut.
"Epik" ist als Gesamtbild zu verstehen, welches sich musikalisch aus
acht Mosaiksteinchen (respektive Stücke) innerhalb von einer Stunde als
Ganzes zusammensetzt.
Bereits
das sechste Album des Brüderpaares Bartsch liegt vor mir, bzw. im
CD-Player. Und hierfür eine passende Beschreibung mit wenigen Worten zu
finden, die denjenigen, denen der Bandname "Sinnflut" noch nicht allzu
viel sagt, diese näher bringt, ist wahrlich nicht leicht.
Der düstere, mürrische und
gleichförmige, deutsche Gesang, der beinahe ein wenig ins
gregorianische geht, verbunden mit schweren, düsteren, melancholischen
Melodien legt sich wie dünner Schleier über den Hörer und lässt ihn
eintauchen, in eine Welt, fernab dieser hektischen in der wir leben.
Texte, bei denen man sich gedacht hat, dass sie noch eine Aussage haben sollen, werden nahezu liebevoll, aber nie kitschig, dargestellt, sodass man sich ihnen voll und ganz hingeben kann.
Man wird regelrecht eingesogen von den Klängen und Tönen, die die ruhige Schwere letztlich äußerst positiv werden lassen.
Die Faszination ist das Hören dieser Balladen, die teilweise treiben, teilweise orchestral oder gitarrenlastig, mit einer wunderbaren gesanglichen Unterstützung von Natalie Pereira unterstützt, daher kommen.
Dennoch werden es die Brüder Bartsch als "Sinnflut" weiterhin schwer haben. Musik fernab jeglicher Klischees, sinnig und elektronisch unterstützt, ist nicht jedermanns Geschmack. Aber dieses Album ist mehr. Man muss sich nur darauf einlassen. Ein einfach nur richtig gute drei Sterne (gut) Album.
Besonders zu empfehlen sind die Stücke ´Eine last voll Glück´ und ´Wie ein Gewittern´. (Ludger Heitmann)
Veröffentlichung: 23.05.08
Quelle: www.westropolis.de