Künstlerische Ambivalenz … mehr
Interviews,
26.06.2004
von Obliveon
Mut zur Melancholie und zum ganz großen, schweren Gefühl zeigen Sinnflut mit ihren beiden aktuellen Veröffentlichungen, den CDs „Gefüge 1“ und „Gefüge 2“. So verbinden beide Alben Poesie und Lyrik mit der musikalischen Unbekümmertheit früher Lacrimosa-Veröffentlichungen, und da die Schwarze Szene derzeit vornehmlich durch Electro bestimmt sind, stellen Sinnflut mit dieser Form der Musik beinahe schon einen Anachronismus in der Szene dar. Zeit also den Machern dieses Projekts mal genauer auf die Finger zu schauen und dabei herauszufinden, wer sich hinter Sinnflut verbirgt. [...]
Nach uns die Sintflut, mit uns die Sinnflut … mehr
Interviews,
21.03.2004
von Amboss
Kleine Geschichte zu Beginn. Eine mittlerweile in unserer Klinik zu einem "Running Gag" gewordene Fehlinterpretierung einer Diagnose meinerseits dürfte als perfekte Beschreibung für das neue Werk der Gebrüder Bartsch aus Leipzig werden. Statt schwere Depression las ich aus dem Arztgekritzel "schöne Depression". Das zweigeteilte Album Gefüge ist im Grundton von tiefer Depression, schwarz gefärbt, beherbergt aber eine strahlende Schönheit. Es ist schwermütig, sicher. Besitzt sakrale bis klassische Momente und intoniert Texte, die sich voller Gefühlswirrungen tief in die Gehörgänge schneiden. Die Monotonie als agonischer Akt der Finsternis. Hingebungsvoll dargeboten, mit einem Gesang, der Texte lebt und gleichsam eine bedrückende Gefühlswelt in die Herzen des Hörers impliziert. [...]
